Laut Sein im Regen – unser Flashmob mit Maybebop

  • Beitrags-Kategorie:Chorgeflüster
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Am 1. Juli 2026 hieß es für den Heart Chor: Singen, überraschen – und möglichst unauffällig bleiben! Beim Open-Air-Konzert von Maybebop im Prüfeninger Schlossgarten wollten wir gemeinsam mit interessierten Sänger:innen anderer bayerischer Chöre die A-cappella-Gruppe überraschen. Beim letzten Song „#lautsein“ wollten wir nach und nach aus dem Publikum heraus aufstehen und mitsingen. Ein Gänsehauterlebnis sollte es werden – für Maybebop, das Publikum und natürlich auch für uns. Ganz geheim war die Sache allerdings nicht: Oli von Maybebop war bereits eingeweiht.

Für den Flashmob wurde im Vorfeld fleißig geübt: Mit Noten und Teachtracks bereitete sich jede:r selbstständig vor, bis der Song möglichst sicher saß. Bei einer gemeinsamen Generalprobe im hochsommerlichen Schlossgarten wurde der letzte Schliff verpasst und letzte Absprachen getroffen.

Dann war es so weit: ein angenehm abgekühlter Sommerabend, ein belebter Schlossgarten und gespannte Vorfreude. Maybebop betrat die Bühne und zog das Publikum zunehmend in seinen Bann – mal humorvoll und pointiert, mal nachdenklich und kritisch, mal mitreißend, mal leise – und immer musikalisch beeindruckend. Bei „Tanz alles, was du hast“ saß schließlich niemand mehr auf seinem Stuhl: überall wurde getanzt und alles einmal ordentlich durchgeschüttelt.

Ein persönlicher Höhepunkt für Sänger:innen des Heart Chors bestand im „Erlkönig“, den wir gerade selbst im Chorprogramm führen – hier konnten wir natürlich nicht anders, als heimlich mitzusingen.

Was außerdem ziemlich witzig und unterhaltsam war: Lukas von Maybebop konnte krankheitsbedingt nicht selbst singen und musste kurzerhand auf ein Playback seiner eigenen Stimme zurückgreifen – eine ziemlich absurde Situation für einen A-cappella-Sänger. Er ging aber so authentisch und humorvoll damit um, dass man sich ein Lachen eigentlich kaum verkneifen konnte.

Je näher das Konzert dem Ende kam, desto größer wurde unsere Spannung. Die Zugaben liefen, das Publikum stand, jubelte und tanzte. Jetzt musste es doch gleich so weit sein …

Und dann kam er. Der Wolkenbruch. Und zwar ordentlich.

Während der Regen auf den Schlossgarten prasselte, gaben wir natürlich trotzdem alles. Wie viel von unserem Gesang tatsächlich bis zur Bühne vorgedrungen ist? Schwer zu sagen. Laut waren wir jedenfalls!

Das geplante Abschlussfoto mit Maybebop fiel buchstäblich ins Wasser. Bei den inzwischen ziemlich durchnässten Sänger:innen gewann die Sehnsucht nach einem trockenen und warmen Plätzchen die Oberhand.

Der Flashmob verlief also etwas anders als geplant. Aber vielleicht macht gerade das diesen Abend so besonders.

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