Chorwochenende Oktober 2026: die musikalische Sicht

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Unser Rückblick aufs Probenwochenende ist dieses Mal ein richtig musikalischer Einblick von Herta.

Lange war es nicht still am Feiertagswochenende von Freitagabend, 2. bis Sonntagmittag, 4. Oktober, als wir, der Heart Chor, im Lokschuppen in Regensburg unser Probenwochenende starteten.

Am Freitagabend vollendeten wir „Kein Regen in Dubai“, Rhythmik und Dynamik saßen. Bei „Toiset Meistä“ haben wir versucht, möglichst wenig Tonhöhe zu verlieren und die mm-Stellen im Sopran so präsent und laut wie möglich zu singen. Hat der Sopran natürlich geschafft, auch die Tonhöhe haben wir alle gut erklommen. Und wo sollten wir nicht in die stille Stelle hineinblättern? Richtig, bei „Everybody wants to rule the world“. Tausendmal schon gesagt. Beim Konzert klappt es dann mit Sicherheit.

Am Samstagmorgen musste Claudi feststellen, dass wir ein sportlicher Chor sind. Mehr als die Hälfte kam mit dem Fahrrad. Aber sie musste auch erfahren, dass der 6/8 Takt für den Tenor nicht einfach ist. Mit dem Bass zusammen, war‘s am Ende super bei „I‘ll be seeing you“. Klangmäßig war´s mit dem Alt noch voller – und mit dem Sopran fällt der letzte Ton ab, meint auf jeden Fall Jörg. Da haben wir schwer dagegen gearbeitet. Ach, und „moon“ hat am Ende ein „n“. Das dürfen wir auf keinen Fall unterschlagen.

Ermahnungen erreichten uns auch bei „Erlkönig“. Der Text darf mehr in der Theatersprache gesprochen sein, die g-gings, uhs, dos, bims rhythmisch so singen, wie sie dastehen. Wir sollen uns auf die Übergänge konzentrieren und natürlich immer wissen, wie es weiter geht und was der nächste Teil von uns braucht.

Nachmittags hat Jörg mit uns „Indodana“ und „Ruhe“ geprobt und aufgefrischt. Triolen bzw. Pausen am Anfang und am Ende bei „Indodana“ waren nicht ganz exakt, die Off-Beats im Bass bei der zjem-zjem-Stelle ebenfalls nicht. Das hat der Bass im Loop singen müssen. „Ruhe“ singen wir im Konzert als Zugabe. Wir verteilen uns dazu im Publikumsraum.

Exkurs: Außerdem hat uns Iris den Risorius-Muskel nahegebracht. Darauf gekommen ist sie bei „hey ya hey“ beim Frauenstück „Warrior“ für die Altistinnen. Damit wir das auch leichter singen und wir weniger Höhe verlieren. Laut Wikipedia gehört der „Musculus risorius“ (von lateinisch risorius = zum Lachen dienend) oder Lachmuskel, der häufig auch einfach kurz als Risorius bezeichnet wird, zur mimischen Muskulatur und ist Teil der Lachmuskulatur. Der Muskel ist beim Menschen sehr wechselhaft und relativ schwach ausgebildet. Die Lachmuskulatur zieht den Mundwinkel, und damit auch die Wangen, nach oben und zur Seite.

Für „Warrior“ haben wir die Choreo geübt, die Karin uns vorgestellt hat: molekulare Aufstellung. Wer die Noten hat, stellt sich hinten in eine Reihe, der Rest verteilt sich. Auf die Schnelle gilt: Blick zu Claudi, Blick nach oben, Blick ins Publikum, zusammen gehen.

„High Hopes“ haben die Männer geprobt und perfektioniert (würde ich mal sagen). Auch für sie ist der Risorius interessant. Daher – alle haben was gelernt.

Abends haben wir verschiedene Aufstellungen geübt. In Reihen stehend: 2-reihig, 4-reihig, mit vertauschten Frauenreihen, weil das in Bad Abbach wahrscheinlich so sein wird; in Wölkchen: gut geeignet für kleine Bühnen, wenn wir wenig Platz haben; gemischt; molekular: einzeln verteilt im Raum, die ganze Bühnenfläche nutzend.

Und wie es sich für einen Chor oder Musikanten gehört, wurde anschließend gefeiert und wohl auch etwas getrunken. Aber das ist normal. Die Stimme gehört geölt.

Am Sonntag haben wir viel in Oktetten gesungen. Da konnten wir die Einzelstimmen hören und auch feststellen, ob alle Töne sitzen und das Auswendigsingen klappt.

Ab 13 Uhr ist dann wieder die Stille im Lokschuppen eingekehrt. Die Putzfrau drehte ihre Runden und den Putzlappen, aber sie war bestimmt nicht so zu hören wie wir.

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