Ein Lied kann einfach nur schön sein. Es kann auch trotzig sein, eine Ansage sein, trösten, wenn sonst nichts mehr hilft und manchmal auch eine Einladung sein – mitzukommen dorthin, wo man noch nie war.
In „(Not) Just Songs“ trafen die starken Stimmen des Regensburger Heart Chors am 17. Oktober 2026 im Kursaal Bad Abbach auf große Gefühle und klare Haltung — mal berührend, mal kraftvoll, mal mit einem Augenzwinkern.
Es ging um das, was zwischen Menschen passiert: um Nähe, Sehnsucht, das Aufeinanderzugehen und das Auseinandergehen. Um die Frage, was eigentlich fehlt, wenn alles da ist und was das Gefühl, nichts ausrichten zu können, mit uns macht – und im selben Atemzug um alles, was dagegenhält: die Verantwortung, die Freiheit, den eigenen Weg zu gehen, auch wenn er unbequem ist und um die Kraft, die entsteht, wenn viele Stimmen gemeinsam laut werden.
Im Konzert zu hören waren Jazzstandards wie „I’ll be seeing you“, zeitgenössischer Pop („Watermelon Sugar“) und ergreifende Balladen wie „Seasons of Love“ aus Rent. Es gibt den ein oder anderen neuen Take von Wohlbekanntem („Wannabe“ von den Spice Girls) und starke Lyrics zu hören wie „Everybody wants to rule the world“.
Ein Stück des Abends, „Toiset Meistä“, kam aus Finnland. Dort war der Chor im Sommer zu Gast und hat mehr mitgebracht als (nur) Noten: echte Begegnungen, herzliche Gastfreundschaft und Geschichten, die man nur erlebt, wenn man nach außen geht.
Ein Konzertabend unter der Leitung von Claudia Zormeier, so bunt und vielstimmig wie der Chor selbst, mit Liedern zum Wiedererkennen und Manchem, das so noch nie zu hören war.
